Bio deutsch

Der ausgebildete Schlagzeuger und Perkussionist, Performer, Improvisator und gelegentliche Komponist Julien Mégroz ist ein Schweizer Musiker, der sich stark im Bereich der zeitgenössischen, experimentellen und aktuellen Musik engagiert. Geboren 1986 in Morges (VD), lebt er heute in Biel.

Mit acht Jahren beginnt er Schlagzeug und Perkussion zu spielen und tritt zehn Jahre später in die Perkussionsklasse von Stéphane Borel an der Haute École de Musique in Lausanne ein. 2008 gewinnt er den ersten Preis im Fach Marimba beim Concours National d’Interprétation Musicale in Riddes (VS). 2009 schliesst er mit einem Bachelor of Arts ab und setzt seine Ausbildung an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen fort, wo er bei renommierten skandinavischen Dozenten wie Gert Mortensen, Johan Bridger und Morten Friis vom berühmten Safri Duo studiert. 2011 beendet er seinen Master in Performance: Konzert mit Auszeichnung. Anschliessend spezialisiert er sich in zeitgenössischer Musik an der Hochschule für Musik in Basel, wo er 2013 den Specialized Master in zeitgenössischer Musik erhält und unter anderem mit Christian Dierstein, Jürg Henneberger, Mike Svoboda, Marcus Weiss und Matthias Würsch zusammenarbeitet. Zudem vertieft er seine Kenntnisse in freier Improvisation bei Alfred Zimmerlin und dem britischen Gitarristen Fred Frith im Rahmen eines Certificate of Advanced Studies, ebenfalls in Basel.

Julien tritt regelmässig in der Schweiz, in Europa und weltweit auf – sowohl solo (hauptsächlich mit seinem Soloprojekt Broken Gesture für erweitertes Schlagzeug) als auch in verschiedenen Formationen. Seit Abschluss seines Studiums konzipiert, initiiert und realisiert er künstlerische Projekte, die zeitgenössische Komposition, Performancekunst, Improvisation, Rock, Elektronik und partizipative Formate verbinden. Er ist Mitbegründer mehrerer aktiver Ensembles und Kollektive: des experimentellen Duos HYPER DUO, des Quartetts too hot to hoot?, der hybriden Rockband HYPER LA CHAISE sowie der Compagnie du Bouc, eines mehrsprachigen Kollektivs für Musiktheater für alle Altersgruppen. Mit diesen Formationen entwickelt er experimentelle, oft transdisziplinäre Projekte, die in enger Beziehung zu ihrem jeweiligen Kontext stehen – seien es internationale Festivals, lokale Bühnen oder aussergewöhnliche Spielorte.

Parallel dazu bildet er sich auch im Theater aus: 2013 besucht er Kurse an der Brüsseler Niederlassung des Cours Florent und in Physical Theatre am Studio 58 in Berlin. Seither wirkt er an zahlreichen Musiktheaterproduktionen mit, darunter Nuit blanche avec Monsieur Croche (2018), La table des matières (2018), L’enfant et le monstre (2019), Ö Rö (2020), Le club du Homard (2023) und Tu! (2024).

Sein Schaffen wurde mit verschiedenen Preisen und Förderungen ausgezeichnet, unter anderem von den Stiftungen Dénéréaz, Nicati-de-Luze und Knechtli sowie von diversen Schweizer, Waadtländer und Berner Institutionen. Zudem ist er Preisträger mehrerer nationaler Schlagzeugwettbewerbe. Seine Arbeit ist auf mehreren Tonträgern dokumentiert, sowohl solo (Natur/Maschine) als auch mit seinen Ensembles (Indigne de nous von HYPER DUO, Vortex Cathedra von HYPER LA CHAISE, u. a.).

🌐 www.julienmegroz.ch